BEPRO STAHL

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Die Weichen gestellt

Mai 2017

Bepro hat nach dem Tod des Unternehmensgründers Peter Schorr die Strukturen neu geordnet

"Ach, Du meine Güte!"

Gelsenkirchen. Die Bepro Blech und Profilstahl GmbH & Co. KG ist seit 1969 im Herzen des Ruhrgebietes ein lagerhaltender Stahlhandel für höherwertige Güten. Seitdem hat sich das Unternehmen zu einem Vollsortimenter entwickelt, der sowohl in der Produktbreite als auch in der Produkttiefe eine auf den Kundenbedarf optimierte Lagerhaltung bietet. Wie sich das Unternehmen genau positioniert hat, erläuterte Geschäftsführer Sören Filipczak kürzlich im Gespräch mit dem »stahlmarkt«.

Neben verschiedener Entwicklungsstufen im Rahmen der Geschäftstätigkeit hatte die Bepro vor drei Jahren die größte Investition ihrer Unternehmensgeschichte getätigt. Dadurch wurden die Kapazitäten erweitert, um an einem Ort zentral für die Kunden verfügbar zu bleiben.

Als dann im Januar 2016 der damals alleinige Gesellschafter und Geschäftsführer, Peter Schorr, plötzlich und unerwartet verstarb, standen Management und Mitarbeiter vor einer völlig unvorhergesehenen Situation. Doch schon damals ließ das Unternehmen in Veröffentlichungen keinen Zweifel daran aufkommen, dass der Geschäftsbetrieb fortgesetzt wird. Die neuen Familiengesellschafter haben dann zusammen mit den Bepro-Mitarbeitern und der Geschäftsführung die Weichenstellungen vorgenommen, die Peter Schorr zu Lebzeiten nicht mehr hat stellen
können.

Geschäftsführer Sören Filipczak

Sören Filipczak, Geschäftsführer der BEPRO

Geschäftsführer Sören Filipczak berichtete dem »stahlmarkt«, wie es Bepro und den Mitarbeitern im Jahr 2016 ergangen ist: »BEPRO hat im Jahr 2016 ein gutes Betriebsergebnis erzielt – und wir sind schwungvoll in das Jahr 2017 gestartet. Nach dem Tod von Peter Schorr haben sich verschiedene organisatorische Aufgaben ergeben, die schlussendlich der Umsetzung des Willens von Peter Schorr dienten«, sagt Filipczak. In der neuen Gesellschafterstruktur nimmt die Peter-Schorr-Stiftung einen nennenswerten Anteil ein. Diese wird für mildtätige Zwecke Vermögenswerte zur Verfügung stellen. Mit den ersten Aktivitäten der Stiftung rechnet der Bepro-Manager ab Mitte 2017.

»Es mag manchem heute nicht mehr üblich erscheinen, in der Wirtschaft mildtätig zu sein«, sagt Filipczak. »Doch Peter Schorr, die Familiengesellschafter Claudia und Norbert Schorr mitsamt dem Unternehmen Bepro haben einen Meilenstein im Stahlhandel dadurch gesetzt, dass neben der geschäftlichen Aktivität und der Notwendigkeit erfolgreich zu sein, auch Menschen unterstützt werden, die es aus eigener Kraft nicht haben schaffen können.«

Parallel dazu wurde für den heutigen Geschäftsführer Sören Filipczak die Möglichkeit geschaffen, sich als Gesellschafter an dem Unternehmen zu beteiligen. Er wird in Zukunft gemeinsam mit den Geschwistern Claudia und Norbert Schorr sowie der Peter-Schorr-Stiftung die Geschicke des Unternehmens lenken. »Wir werden ein stabiles und sicheres Fundament setzen, mit dem die Bepro weiterhin nachhaltig erfolgreiche Arbeit in nationalen sowie internationalen Märkten leisten kann«, verspricht er.

Stahl

Zum Bepro-Portfolio gehört ein breites Sortiment an Winkel-, Flach-, Breitflach-, Rund-, Vierkantstählen oder Profilen in zahlreichen Abmessungen und unterschiedlichsten Stahlgüten.

»Im Jahr 2016 hat BEPRO abermals weitere Produkte, Abmessungen und Stahlgüten in das Lieferprogramm aufgenommen, um den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Der Stahlhandel – so wurde es uns gesagt – lässt den Erfolg nur im Marathon erreichen und niemals im Sprint«, erklärt Filipczak. In Anerkennung der Lebensleistung von Peter Schorr versichert er zugleich: »Ein gutes Team mit weiterhin stabilen Strukturen, wie es bei Bepro der Fall ist, kann eine dauerhafte Nachfolgeregelung fest etablieren – selbst wenn sie ungeplant und plötzlich eingetreten ist.«

Für die Familie Schorr ist der Stahlhandel jedenfalls kein ungewohntes Terrain und somit werden sich in den nächsten Jahren weitere Entwicklungen ergeben, die das Unternehmen BEPRO sowohl in ihrer Substanz als auch in der Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit stärken werden. Das gesamte Bepro-Team freut sich darüber, nach den – wenn auch ungeplanten und traurigen Ereignissen im Jahr 2016 – durchaus gestärkt aus einer schwierigen Situation wieder hervorgegangen zu sein. Im Ruhrgebiet wünscht man sich vor dem Einstieg in die Arbeit ein herzliches »Glück auf« und diesem kann man sich getrost anschließen.

Über BEPRO

Die Bepro Blech und Profilstahl Handelsgesellschaft mbH & Co. KG wurde 1969 von dem im Januar 2016 verstorbenen Peter Schorr mit einem damaligen Kompagnon gegründet.

In den letzten Jahren hatte Bepro deutlich investiert und seine Lager- und Handelsaktivitäten auf den Standort Gelsenkirchen konzentriert. Ein Neubau mit modernster Kran-, Maschinen und Sägetechnik wurde in der Consolstraße errichtet und 2015 eingeweiht.

Dort verfügt Bepro nun über eine 11.000 m² große Halle und 900 m² Bürofläche. Zusammen mit der Lagerhalle und dem Freilager am Ahlmannshof kann das Handelsunternehmen auf 30.000 m² Lagerfläche zurückgreifen. Mit dem Neubau ging auch die Erweiterung des Liefer- und Lagerprogramms einher, um den Kreis der Abnehmer weiter auszudehnen. Etwa 30.000 t Stahlprodukte befinden sich durchschnittlich auf Lager.

Die Bepro Blech und Profilstahl führt ein breites Sortiment an Form- und Stabstahl – gerade auch für besondere Abmessungen und Güten. Ob Winkel-, Flach-, Breitflach-, Rund-, Vierkantstähle oder Profile, das Lieferspektrum umfasst ein weit gefächertes Spektrum, u. a. nun auch in den Güten S355J2+AR/M/N (gewalzt, thermomechanisch behandelt, normalisiert), 16Mo3, C45, C60 und 16 bzw. 20MnCr(S)5 sowie 42CrMo(S)4+QT (vergütet). Auch feuerverzinkte Stähle, z. B. aus S235JR, sind in vielen Formen und Abmessungen erhältlich.

Die Kunden stammen aus den unterschiedlichsten Industriezweigen wie dem Anlagenbau, der Energiewirtschaft, dem Fahrzeug-, Kran-, Brücken- und Stahlbau oder dem Kraftwerksbau und der Windenergiebranche. Der Export spielt für Bepro eine wichtige Rolle. Etwa zwei Drittel der Lieferungen gehen ins Ausland wie z. B. nach Osteuropa. Geliefert wird in die ganze Welt.

Quelle: Stahlmarkt 02/2017